Das Portal der Ulrichskirche

Heute vor 62 Jahren: Sprengung der Ulrichskirche

Heute vor 62 Jahren wurde um 9 Uhr morgens die gut erhaltene Kriegsruine der Magdeburger Ulrichskirche gesprengt. Damit wurden 1.000 Jahre Magdeburger Geschichte per Knopfdruck durch die Anordnung der Partei- und Staatsführung ausradiert. Wir gedenken am heutigen Tag daher besonders der stadtbildprägenden Ulrichskirche. Unser Verein arbeitet im 11. Vereinsjahr nun daran, zumindest das Portal als sichtbare Erinnerungsstätte am originalen Standort wieder zu errichten. Damit soll den Bürgern und Gästen der Stadt gezeigt werden, wo die Ulrichskirche denn eigentlich einmal stand und welche Bedeutung sie für das Stadtbild hatte. In einem aktuellen Artikel der FAZ vom 3.4.2018 unter dem Titel "Zwiesprache mit der Ewigkeit" über den Magdeburger Dom heißt es:

"Man braucht heute schon einiges an Phantasie, um sich vorzustellen, welch überragende Bedeutung Magdeburg einmal hatte, denn im Stadtbild finden sich dafür nur noch wenige Hinweise.“

Auf dem zentralsten Platz der Stadt finden sich überhaupt keine Hinweise auf die historische Bedeutung Magdeburgs. Dies ist traurig und bedauernswert, dies zu ändern, unser von Bürgersinn geprägter Antrieb. Die FAZ schreibt weiter:

„Es gibt kaum einen Ort in Deutschland, der in seiner Entwicklung einen solch strahlenden Aufstieg und einen derart tiefen Fall durchlebt hat wie Magdeburg. Im zehnten Jahrhundert von Otto dem Großen noch vor Köln, Mainz und Trier als ranghöchstes Erzbistum im deutschen Sprachraum durchgesetzt, wurde die Stadt an der Elbe nach Konstantinopel bald als das „Dritte Rom“ gepriesen. Später zählte sie zu den Speerspitzen der Reformation, um schließlich 1631 im mörderischsten Massaker des Dreißigjährigen Krieges unterzugehen. "Magdeburgisieren" wurde zum Synonym für totale Zerstörung. Außer dem Dom, dem romanischen Kloster sowie einigen Häusern unten am Fischerufer hat nichts die Katastrophe überstanden, die Zeitgenossen mit dem Untergang Trojas verglichen. Nur vierhundertfünfzig Menschen blieben in der Stadt zurück, und es dauerte bis ins neunzehnte Jahrhundert, ehe die einstige Bevölkerungszahl wieder erreicht war. Zu alter Macht und Größe fand Magdeburg nie wieder zurück…“

Schließen Sie sich uns an, helfen Sie mit, dass bedeutende Zeitzeugen der über 1.200jährigen Magdeburger Geschichte wie die Magdeburger Ulrichskirche wieder das Tageslicht erblicken.
Werden Sie Spender für die Wiedererrichtung der Portals der Ulrichskirche!